Männer sind so, Frauen sind so - Ich kann es nicht mehr hören

Früher schrieb ich ja Blogartikel am liebsten, wenn ich wütend war. Das geht dann schön flüssig, danach durchlesen und Tippfehler ausbessern war nie mein Ding und irgendwie hat es dann doch immer gut gepasst. Seit ich hier nicht mehr so viel schreibe, hat sich viel in der Blogger*innen-Welt getan. Vieles ist glatter geworden, hat einen professionellen Anstrich bekommen und klingt nicht mehr so radikal hingerotzt. Wenn dann das eigene Buch mal im Onlinehandel vorbestellt werden kann, wird mensch auch ein bisschen vorsichtig. Will ich überhaupt noch so viel von mir zeigen? Ja, weil ehrlich, ich hab eigentlich keinen Bock auf Eiertanz. Manchmal mag ich Expert*innenartikel, dann schreib ich wiederum sehr Persönliches und auch was Hilfreiches. Gehört alles zu mir, so weit, so authentisch. So will ich sein und bleiben.

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Über die Kunst, klischeefreie Kinderbücher zu finden

Wer Kinderbücher finden will, die nicht nur Frauen in der Küche und Männer auf Traktoren zeigen, muss meist eine spezielle Buchhandlung aufsuchen, um mal nett zu stöbern oder zumindest vorher online recherchieren, damit vor Ort was passendes bestellt werden kann. Ich liebe Kinderbücher und würde haufenweise Geld dafür ausgeben. Aber manchmal möchte ich auch einfach so ein Buch kaufen. Um ein paar Euro. Eines das nicht voller Klischees ist. Ein kleiner Rundblick in unserer Bücherkiste...

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#WasAndersWäre, wenn ich ein Mann wäre

 

Generell bin ich ja kein großer Fan von Blogstöckchen. Aber Almut Schnerrings Fragen (Autorin der Rosa-Hellblau-Falle) haben mich dann doch lange beschäftigt. Was anders wäre, wäre ich ein Mann bzw. was tue ich nur, weil ich eine Frau bin? Darüber hab ich mal nachgedacht...

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Über den Mythos von ausschließlich zwei Geschlechtern

 „Was ist es denn?“ ist die wohl am häufigsten gestellte Frage, wenn ein Kind zur Welt kommt. Und meist stellt dies weder Eltern noch Mediziner*innen vor eine große Herausforderung. Was aber, wenn diese Frage nicht so ganz eindeutig beantwortet werden kann? – Gabriele Rothuber  schreibt als Gastautorin über Intersexualität.

 

Mag.a Gabriele Rothuber ist diplomierte Sexualpädagogin, Sexualberaterin, systemische Traumapädagogin und –Beraterin, Intersex-Beauftragte der HOSI (Homosexuelle Initiative) Salzburg und Obmensch der PIÖ. 2014 hat sie die erste Tagung österreichweit zum Thema Intersex/Zwischengeschlecht organisiert.

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Über die Erfindung der Handarbeit als weiblich.

Selbermachen, DIY mit Nähen, Stricken, Häkeln und Sticken liegt voll im Trend. Das Netz ist prallgefüllt mit Anleitungen für Wolljacken, Häkelmützen und Stofftaschen. Linklisten sammeln selbstgenähte Kleider, Loopschals und Kinderhosen. Gleichzeitig umstricken "Craftistas" Laternenpfähle und nennen es "Yarn Bombing" oder treffen sich in "Radical Knitting Zirkeln". Die Anzahl der nähenden und strickenden Männer in diesen Kreisen ist gering. So ist das eben, denkt mensch - Textiles ist Frauensache.

 

Stoffe, Nähen, Sticken, Stricken war schon immer Domäne der Frauen? Alles Textile urweiblich?

Stimmt nicht. Gastautorin Susanne von Textile Geschichten kennt sich da aus.

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Bubentiere und Mädchenobst (auch) in London

Letzte Woche waren wir mit unserem 1,5-jährigen in London. Wir haben all das gemacht, was Eltern kleiner Kinder in einer Großstadt machen. Nämlich nichts von dem was TouristInnen tun. Gar nichts. Trotzdem war's lustig und und schön. Wegen der Suche nach einer geeigneten Regenjacke musste ich mir auch Gedanken über geschlechtsspezifisches Obst machen. Damit bin ich allerdings nicht alleine...

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Vom Fasten und Legenden der Leidenschaft

 

Das ist jetzt wieder mal ein persönlicher Text. Seit 35 Tagen - wenn ich mich nicht verzählt habe - faste ich "Selbstaufgabe". Außerdem habe ich durchaus (trauma)pädagogisch gesehen tatsächlich wertvollen Content in meinem Herzensklassiker "Legenden der Leidenschaft" (mit Brad Pitt in jungen Jahren!) gefunden und war in den letzten Wochen herzhaft faul. Nein, nicht faul. Ich habe "Selbstaufgabe" gefastet...

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Jungs als Opfer von sexueller Gewalt

Denken wir an Gewalt, haben wir automatisch Bilder von Männern als Täter und Frauen als Opfer in unseren Köpfen. "Jungs sind wilder" sagen viele Eltern. "Männer sind generell aggressiver" sagen viele Menschen. Ob das prinzipiell so ist, sei dahin gestellt. Auf jeden Fall sind Männer weit aus öfter Opfer von Gewalt als wir im ersten Moment denken. Die Bandbreite reicht von militärischen Auseinandersetzungen bis hin zur Kneipenrauferei. Doch diese Art von Gewalt ist männlichkeitsverbürgend. Schrammen dürfen stolz getragen werden. Veteranen sind angesehen. Opfer von sexueller oder sexualisierter Gewalt nicht. Schon gar nicht wenn sie männlich sind...

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Kurt Cobain, der Frauenversteher?

 

"Wann ist ein Mann ein Mann?" hat sich Kurt Cobain vielleicht mal gefragt, aber mit der Antwort ist er anders umgegangen als viele andere Rockmusiker. Mehr als 20 Jahre liegt sein Tod bereits zurück und abseits einschlägiger Kreise erinnert sich kaum noch jemand daran, dass der Nirvana-Frontmann Beyoncé und Emma Watson mit ihren Aufrufen zum Feminismus nichts nachstand. 

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Warum Mädchen Hexenzauber dringender brauchen

 

 

Feen und Hexen können, was ich und du nicht können (oder doch?): Zaubern. Aus der Mädchenwelt sind sie neben Prinzessinnen kaum wegzudenken - und das nicht erst seit der rosa Welle. Viele von uns sind mit den zauberhaften Schwestern von Charmed groß geworden. Bei Balthasar denken wir nicht als erstes an die Heiligen drei Könige, sondern an den Seriendämon. Was fasziniert Mädchen eigentlich so an der Hexerei, und warum sie für Jungs nicht so spannend?

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Die Erfindung der Hausfrau

 

Kaum eine liebt sie wirklich, aber gemacht werden muss sie trotzdem: die Hausarbeit. Und irgendwie fühlen wir uns Frauen ja auch dafür verantwortlich, oder können es halt einfach besser, oder stellen uns geschickter an. Halbe/halbe wär zwar schön, aber mehr als ein Mithelfen und ein Müll raustragen wird von männlichen Partnern oft nicht eingelöst. Zur Krönung werden wir dann einmal im Jahr am Muttertag dafür gelobt, dass wir einen Großteil unserer Freizeit für das gemeinsame Heim opfern. War das immer schon so? Nein. Die Hausfrau wie wir sie kennen, gibt es erst seit etwas mehr als 100 Jahren.

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