Elternschaft ist mehr als Babybrei und Kinderkacke. Sie bedeutet viele Auseinandersetzungen mit Beziehungsmustern, Krisen bewältigen und allerlei Herausforderungen annehmen. Manchmal geht es dabei um den zermürbenden Kampf gegen Rollenklischees (in der Beziehung wie beim Kinderspielzeug). Ein anderes Mal geht es dabei um die Prävention von sexualisierter Gewalt, dem Beibringen und Wahren von Grenzen und den Umgang mit psychischen Erkrankungen. Oder anderes. Elternschaft ist so vielfältig wie das Leben.


Männer sind so, Frauen sind so - Ich kann es nicht mehr hören

Früher schrieb ich ja Blogartikel am liebsten, wenn ich wütend war. Das geht dann schön flüssig, danach durchlesen und Tippfehler ausbessern war nie mein Ding und irgendwie hat es dann doch immer gut gepasst. Seit ich hier nicht mehr so viel schreibe, hat sich viel in der Blogger*innen-Welt getan. Vieles ist glatter geworden, hat einen professionellen Anstrich bekommen und klingt nicht mehr so radikal hingerotzt. Wenn dann das eigene Buch mal im Onlinehandel vorbestellt werden kann, wird mensch auch ein bisschen vorsichtig. Will ich überhaupt noch so viel von mir zeigen? Ja, weil ehrlich, ich hab eigentlich keinen Bock auf Eiertanz. Manchmal mag ich Expert*innenartikel, dann schreib ich wiederum sehr Persönliches und auch was Hilfreiches. Gehört alles zu mir, so weit, so authentisch. So will ich sein und bleiben.

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"Und plötzlich waren wir woanders." - Kinder auf Umzüge vorbereiten.

© Katja Grach - Und plötzlich waren wir woanders.

Egal wie toll das neu gebaute Haus ist, wie gemütlich die neue Wohnung, oder wie sehr sich schon alle auf das neue Zuhause gefreut haben. Ein Umzug ist eine große Veränderung für Kinder. Manche haben diese Erfahrung selbst in ihrer Kindheit gemacht. Andere wiederum haben erst als (junge) Erwachsene zum ersten Mal den Wohnort gewechselt und können sich vielleicht gar nicht so recht vorstellen, wie das Erleben als Kind sein könnte. Und oft einmal steht ein Umzug ins Haus, wenn Eltern sich trennen. 

 

In diesem Blogbeitrag erzählt Psychotherapeut Lukas Wagner aus seiner Praxiserfahrung und gibt hilfreiche Tipps, wie ihr eure Kinder bei dieser Veränderung unterstützen könnt.

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Wenn Muttertage schmerzen, weil nicht alle Mütter toll sind.

© Katja Grach - Wenn Muttertage schmerzen, weil nicht alle Mütter toll sind.

 

An Muttertagen überschlagen sich in den social media - Timelines die Glückwünsche und Dankbarkeiten, wie toll doch die Mütter seien, und wie sehr viele das Muttersein lieben. Einige jedoch bleiben dabei still. Die, deren Mütter das Muttersein weder liebten, noch gut ausfüllten. Oder wo das gut gemeinte eben nicht gut genug war, sondern schrecklich.

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Hochsexualisierte Begegnungen gibt es "hier" ja sonst nicht.

© Iris Forstenlechner - Hochsexualisierte Begegnungen

#Köln macht mich wütend. Zwar gibt es schon einige kluge Kommentare dazu im Netz zu finden, die den Rassismus und Sexismus, die in dieser Diskussion Hand in Hand gehen entlarven, nach dem SZ-Posting mit dem Zitat: "Viele junge Muslime können nicht entspannt dem anderen Geschlecht begegnen. Das sind jedes Mal hochsexualisierte Situationen" platzt mir nun allerdings der Kragen. 

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Wenn Intersex-Kinder zu Familiengeheimnissen werden.

© Alex Jürgen

 

Rund einer von 2000 Menschen wird mit eindeutig intergeschlechtlichen Merkmalen geboren. Für viele Familien ist das ein Schock, weil sie gar nichts über diese Möglichkeit wissen. Geschlechtsverändernde Operationen und Verschleierungstaktiken sind oft die Folge. Das ist für alle im Familienkreis belastend – am meisten für die intergeschlechtlich geborenen Kinder. Sexual- und Traumapädagogin, sowie Intersex-Aktivistin Gabriele Rothuber schreibt darüber.

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Über perfekte Schulen, Vorurteile und Pränataldiagnostik

 

Im Herbst beginnt wieder die Schule. Natürlich auch für Kinder mit Behinderungen. Katharina Kapfhammer ist Integrationslehrerin und ich wollte gerne mehr über ihren Berufsalltag erfahren und ihre Gedanken zum Schulsystem. Die Söhne von Andrea haben die Schulpflicht ja schon hinter sich, bei Mareices Töchtern steht dieses Kapitel erst an.  Außerdem haben wir auch ein bisschen übers Private geplaudert...

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Über behindernde Tabus, Sex und Urlaub

Von Autorin Andrea Stift stammt auch der Text "I ♥ Irdning", der bereits in diesem Sommer-Inklusions-Special erschienen ist. Weil Sie nicht nur über Behinderung schreibt, sondern selbst Mutter von Söhnen mit und ohne Behinderung ist, habe ich sie wie Mareice Kaiser zum Interview gebeten.

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Über Kekse, Prokrastination, Trolle und den perfekten Urlaub

Mareice Kaiser schreibt ein inklusives Familienblog und hat mich erstmals mit dem Begriff "Geschwisterkind" bekannt gemacht. Heute stelle ich ihr ein paar Fragen über die Zeit, die zum Genießen da ist und auch das Unangenehme, dass sich dabei immer wieder mal einschleicht.

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"Gehen Behinderte halt auch schwimmen?"

Meine um 2 Jahre jüngere Schwester ist geistig und körperlich behindert. Das war für mich nie eine große Sache. Damit bin ich aufgewachsen. Auch mit den verständnislosen Blicken, dem Starren und dem Gefühl mich erklären zu müssen, wenn ich von ihr erzähle, weil ihr Humor sonst irritiert. Beim Gedanken an den Sommer - und welchem Thema ich mich da widme, fiel mir als erstes der Sager aus der Überschrift ein. So soll es sein. Diesen Monat werfe ich einen Blick in die Tabuzone Behinderung vs. "Spezialbehandlung"...


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Über die Kunst, klischeefreie Kinderbücher zu finden

Wer Kinderbücher finden will, die nicht nur Frauen in der Küche und Männer auf Traktoren zeigen, muss meist eine spezielle Buchhandlung aufsuchen, um mal nett zu stöbern oder zumindest vorher online recherchieren, damit vor Ort was passendes bestellt werden kann. Ich liebe Kinderbücher und würde haufenweise Geld dafür ausgeben. Aber manchmal möchte ich auch einfach so ein Buch kaufen. Um ein paar Euro. Eines das nicht voller Klischees ist. Ein kleiner Rundblick in unserer Bücherkiste...

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Wo ist die Liebe hin? - Amok, Trauma, Hass und Graz

In Graz ist etwas passiert. Wer den österreichischen Autor Wolf Haas kennt weiß, dass so seine Brenner-Krimis anfangen. So in der Art. Seine Krimis sind meist etwas verwirrend, komplex aber mit Wortwitz. Möglicherweise kann dieser Artikel da anknüpfen. Bei letzterem bin ich mir nicht sicher. In Graz ist ein junger Mann Amok gelaufen. Er hat im Herzen der Stadt mehrere Menschen getötet und schwer verletzt. Nun regieren hier Schockstarre, Angst, Verzweiflung und auch blinder Hass. Ich frage mich dabei, wo die Liebe bleibt.

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Über die "Erfindung" des eigenständigen Fötus.

 

Schwangerschaft gibt es ja quasi seit Beginn der Menschheit. Den Fötus als eigenständiges Wesen, das unabhängig von der Mutter gedacht wird allerdings nicht - sagt Gastautorin Kathrin Jarz. Und sie muss es wissen: Sie forscht zu diesen Themen. Den Fötus als eigenständiges Wesen gibt es erst seit der Entwicklung bildgebender Verfahren in unseren Köpfen...

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Über die Abwesenheit von "Frauen-Hygieneartikeln"

 

Zustöpseln ja oder nein? Der Tampon hat scheinbar viele Vorteile und hat uns Frauen “noch mehr Freiheit” gegeben. Zumindest die Werbung will uns das verklickern. Wie ist das jedoch ohne den Stöpsel? Wie ist es mit frei fließen lassen? Ist das überhaupt möglich? Kathrin Sieder, Menstruationsbegleiterin macht sich diesmal als Gastautorin auf die Suche nach Möglichkeiten zur freien Menstruation.

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#WasAndersWäre, wenn ich ein Mann wäre

 

Generell bin ich ja kein großer Fan von Blogstöckchen. Aber Almut Schnerrings Fragen (Autorin der Rosa-Hellblau-Falle) haben mich dann doch lange beschäftigt. Was anders wäre, wäre ich ein Mann bzw. was tue ich nur, weil ich eine Frau bin? Darüber hab ich mal nachgedacht...

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Über den Mythos von ausschließlich zwei Geschlechtern

 „Was ist es denn?“ ist die wohl am häufigsten gestellte Frage, wenn ein Kind zur Welt kommt. Und meist stellt dies weder Eltern noch Mediziner*innen vor eine große Herausforderung. Was aber, wenn diese Frage nicht so ganz eindeutig beantwortet werden kann? – Gabriele Rothuber  schreibt als Gastautorin über Intersexualität.

 

Mag.a Gabriele Rothuber ist diplomierte Sexualpädagogin, Sexualberaterin, systemische Traumapädagogin und –Beraterin, Intersex-Beauftragte der HOSI (Homosexuelle Initiative) Salzburg und Obmensch der PIÖ. 2014 hat sie die erste Tagung österreichweit zum Thema Intersex/Zwischengeschlecht organisiert.

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Über die Erfindung der Handarbeit als weiblich.

Selbermachen, DIY mit Nähen, Stricken, Häkeln und Sticken liegt voll im Trend. Das Netz ist prallgefüllt mit Anleitungen für Wolljacken, Häkelmützen und Stofftaschen. Linklisten sammeln selbstgenähte Kleider, Loopschals und Kinderhosen. Gleichzeitig umstricken "Craftistas" Laternenpfähle und nennen es "Yarn Bombing" oder treffen sich in "Radical Knitting Zirkeln". Die Anzahl der nähenden und strickenden Männer in diesen Kreisen ist gering. So ist das eben, denkt mensch - Textiles ist Frauensache.

 

Stoffe, Nähen, Sticken, Stricken war schon immer Domäne der Frauen? Alles Textile urweiblich?

Stimmt nicht. Gastautorin Susanne von Textile Geschichten kennt sich da aus.

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Über den Mythos des "natürlichen" Stillens

 

 

Auf den Krieg um Muttermilch und Kunstmilch ist die Gastautorin Lisa Mittischek nicht nur beim eigenen Kampf mit der "natürlichen" Gabe des Stillens  gestoßen - als Soziologin sind ihr einige blinde Flecken in der Geschichte aufgefallen.

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Was ist eigentlich ein Trauma?

Viele von uns sprechen manchmal flapsig von einem Kindheitstrauma. Andere wiederum leiden tatsächlich an einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Sexuelle Übergriffe sind meist traumatisierende Erlebnisse. Aber was ist ein Trauma genau und wovon hängt es ab, ob jemand traumatisiert ist/wird oder nicht?

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Wie soll ich reagieren, wenn mein Kind missbraucht wurde?

 

Die Vorstellung, dass dem eigenen Kind ein sexueller Übergriff widerfahren könnte, ist für viele nur Menschen nur schwer zu ertragen. Wut, Zorn, aber auch grenzenlose Hilflosigkeit, Schock und ein Nicht-Wahrhaben-Wollen können die ersten Reaktionen, wenn das Kind plötzlich von diesen Erlebnissen berichtet. Neben unserer eigenen Betroffenheit geht es aber auch darum, unserem Kind beizustehen und "richtig" zu reagieren. Und das geht z.B. so...

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Bubentiere und Mädchenobst (auch) in London

Letzte Woche waren wir mit unserem 1,5-jährigen in London. Wir haben all das gemacht, was Eltern kleiner Kinder in einer Großstadt machen. Nämlich nichts von dem was TouristInnen tun. Gar nichts. Trotzdem war's lustig und und schön. Wegen der Suche nach einer geeigneten Regenjacke musste ich mir auch Gedanken über geschlechtsspezifisches Obst machen. Damit bin ich allerdings nicht alleine...

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Vom Fasten und Legenden der Leidenschaft

 

Das ist jetzt wieder mal ein persönlicher Text. Seit 35 Tagen - wenn ich mich nicht verzählt habe - faste ich "Selbstaufgabe". Außerdem habe ich durchaus (trauma)pädagogisch gesehen tatsächlich wertvollen Content in meinem Herzensklassiker "Legenden der Leidenschaft" (mit Brad Pitt in jungen Jahren!) gefunden und war in den letzten Wochen herzhaft faul. Nein, nicht faul. Ich habe "Selbstaufgabe" gefastet...

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...damit mein Kind kein Täter wird.

 

Frauen sind Täterinnen, Männer sind Täter. Trotzdem gehe ich mit dieser Überschrift in eine Recht eindeutige Richtung. Warum? Ich frage mich, wenn wir schon als Eltern darum bemüht sind unsere Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen, warum wir uns nicht auch darüber Gedanken machen, wie besonders aus Jungs keine Täter werden. Immerhin schreiben wir Männern genau das zu. Und die Statistik gibt uns ebenfalls recht. Was läuft da schief?

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Jungs als Opfer von sexueller Gewalt

Denken wir an Gewalt, haben wir automatisch Bilder von Männern als Täter und Frauen als Opfer in unseren Köpfen. "Jungs sind wilder" sagen viele Eltern. "Männer sind generell aggressiver" sagen viele Menschen. Ob das prinzipiell so ist, sei dahin gestellt. Auf jeden Fall sind Männer weit aus öfter Opfer von Gewalt als wir im ersten Moment denken. Die Bandbreite reicht von militärischen Auseinandersetzungen bis hin zur Kneipenrauferei. Doch diese Art von Gewalt ist männlichkeitsverbürgend. Schrammen dürfen stolz getragen werden. Veteranen sind angesehen. Opfer von sexueller oder sexualisierter Gewalt nicht. Schon gar nicht wenn sie männlich sind...

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Wie kann ich mein Kind vor sexuellem Missbrauch schützen?

© Iris Forstenlechner - Schutz vor Missbrauch

 

Immer wieder ereilen uns Medienberichte von verschleppten Kindern, versteckten Kellern, Pädophilen und Kinderpornografie. So schlimm dies auch sein mag, so sehr bleiben die unzähligen Fälle von Missbrauch innerhalb der Familie und des sozialen Umfelds, die nichts mit diesen Schlagzeilen zu tun haben im Dunkel. "Geh mit keinem Fremden mit!" ist da ein gut gemeinter Rat, der im Ernstfall nicht hilft, weil es sich viel öfter um bekannte Personen handelt, denen vertraut wird. Was du nun tun kannst, um dein Kind vor sexuellem Missbrauch zu schützen, erfährst du in diesem Blogpost.

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Aufklärung zur Prävention sexueller Übergriffe

Aufklärung mit 5 Jahren? Muss das wirklich schon sein? Dabei setzen andere Aufklärungsbücher sogar schon noch früher an. Der Loewe Verlag denkt schon und gibt deshalb "Mein erstes Aufklärungsbuch" heraus. Dabei ist es noch viel mehr als das. Selbstvertrauen, Emotionale Entwicklung und Schutz vor Missbrauch sind ebenfalls Themen, die kindgerecht aufbereitet werden. Und groß genug geschrieben für ErstleserInnen!

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Will ich 'ne Milf sein? - Ja, nein, vielleicht?

© Anna Lisa Kiesel - Die Lichtfängerin
© Anna Lisa Kiesel - Die Lichtfängerin

An Mütter werden ja alle möglichen Erwartungen herangetragen. Das geht von der Schwangerschaft, über die Geburt, die Erziehung bis hin zum Körper, dem mensch die Geburt nicht anmerken soll. Aber nicht nur das. Sexy sollen Mütter mittlerweile eigentlich auch sein. Das heilige asexuelle Muttertier ist von dannen gezogen. Es lebe die Milf (Mom, I'd like to fuck.)

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Funktionieren oder Abtauchen. Die Kultur der Angepassten.

Es ist egal worum es geht. "Geht nicht, gibt's nicht." "Was nicht passt, wird passend gemacht." "Jede/r kann sich frei entscheiden."...."You can do it." Die Liste der Sätze, die uns suggerieren, wenn wir nur wollen, dann werden wir schon können, lässt sich unendlich fortsetzen. Aber wie heißt ein anderer Song? "Wir müssen nur wollen." 

Natürlich gestalten wir unser Leben mit. Aber da gibt es auch noch unterschiedliche Rahmenbedingungen und da gibt es zB auch noch unterschiedliche Belastbarkeitsgrenzen oder traumatische Erfahrungen, die auf ein Leben einwirken, die ein "Funktionieren" nicht immer möglich machenWas Sie funktionieren nicht? - Aber bitte nicht hier, hier passen Sie sich gefälligst an. 

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Sind wir die einzigen ohne Sex? - Sex & Elternschaft

Schwangerschaft und Sex ist ja schon so ein eigenes Kapitel. Ist das Baby dann endlich da, werden die Karten noch einmal neu gemischt und viele hoffen nun auf eine Zeit, in der es zumindest im Bett endlich wieder so wird, wie es vorher war...ganz ohne die ideale Position nur mit Hilfe von mindestens fünf Kissen zu finden. Nur dann tritt dieses "so wie früher" meist nicht ein. Müdigkeit, Zeitmangel, waches Kind...die Liste ist lang. Dabei steht die Frage im Raum: Geht es denn anderen Eltern auch so? 150 Mütter und ein Vater haben aus dem Nähkästchen geplaudert...

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Von der Hausgeburt zum Kaiserschnitt. Wenn Liebe ohne Herzchen kommt.

© Chloe Trayhurn
© Chloe Trayhurn

 

Einige Zeit musste ich jedes Mal heulen, wenn Sigur Ros im Radio lief. Vor einem Jahr hatte ich gefühlt zwei Babies. Eines in meinem Arm und eines noch in meinem Bauch. Vorgestellt hatte ich mir das ganz anders. Fast ein Jahrzehnt hatte ich auf Schwangerschaft und Geburt gewartet. Die Schwangerschaft kam. Die Geburt blieb irgendwie aus. Der "Knopf" ging erst ein halbes Jahr später auf. 

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Kurt Cobain, der Frauenversteher?

 

"Wann ist ein Mann ein Mann?" hat sich Kurt Cobain vielleicht mal gefragt, aber mit der Antwort ist er anders umgegangen als viele andere Rockmusiker. Mehr als 20 Jahre liegt sein Tod bereits zurück und abseits einschlägiger Kreise erinnert sich kaum noch jemand daran, dass der Nirvana-Frontmann Beyoncé und Emma Watson mit ihren Aufrufen zum Feminismus nichts nachstand. 

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Die Erfindung der Mutter wie wir sie kennen

 Sobald uns das Thema Mutterschaft ereilt, werden wir unsicher: Werde ich eine gute Mutter sein? Woher weiß ich, was mein Baby will? Kann ich das alles von "Natur" aus? - Und dann befragen wir Familie, Freunde, Bekannte, die eigenen Mütter, zahlreiche Ratgeber, Internetforen und facebook-Gruppen. Zurück bleibt oft noch mehr Verwirrung, Unsicherheit und das Gefühl, sich für irgendein "Lager" entscheiden zu müssen. Außerdem ist der Glaube weit verbreitet, dass eine Mutter sowieso weiß, was das beste für ihr Kind ist. Immer und ausschließlich sie. - Dabei stimmt das nicht mal...

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Kinder vor Mobbing schützen

Schule. Die einen gehen gern hin, manche weniger. LehrerInnen, Schulform und Noten können ein Grund dafür sein. MitschülerInnen der andere. "Kinder können grausam sein", heißt es manchmal. Sind sie auch. Sie sind direkt, statt lange hinter dem Rücken zu mauscheln. Wenn sie dich fertig machen wollen, suchen sie nicht nach subtilen Wegen. Antipathie wird lautstark vorgetragen. Und wer nicht in der Schusslinie steht, ist ganz froh wenn er/sie mal nicht als Letzte/r ins Völkerball-Team geholt wird. - Unsere Kinder möchten wir am liebsten vor solchen Szenarien schützen. Aber bringen wir ihnen auch bei, nicht TäterInnen zu sein? (plus kostenloses Worksheet)

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Warum Mädchen Hexenzauber dringender brauchen

 

 

Feen und Hexen können, was ich und du nicht können (oder doch?): Zaubern. Aus der Mädchenwelt sind sie neben Prinzessinnen kaum wegzudenken - und das nicht erst seit der rosa Welle. Viele von uns sind mit den zauberhaften Schwestern von Charmed groß geworden. Bei Balthasar denken wir nicht als erstes an die Heiligen drei Könige, sondern an den Seriendämon. Was fasziniert Mädchen eigentlich so an der Hexerei, und warum sie für Jungs nicht so spannend?

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Die Erfindung der Hausfrau

 

Kaum eine liebt sie wirklich, aber gemacht werden muss sie trotzdem: die Hausarbeit. Und irgendwie fühlen wir uns Frauen ja auch dafür verantwortlich, oder können es halt einfach besser, oder stellen uns geschickter an. Halbe/halbe wär zwar schön, aber mehr als ein Mithelfen und ein Müll raustragen wird von männlichen Partnern oft nicht eingelöst. Zur Krönung werden wir dann einmal im Jahr am Muttertag dafür gelobt, dass wir einen Großteil unserer Freizeit für das gemeinsame Heim opfern. War das immer schon so? Nein. Die Hausfrau wie wir sie kennen, gibt es erst seit etwas mehr als 100 Jahren.

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