Pralinen - superleicht selber machen

 

Schoki im Sommer ist ja nicht so ne schlaue Sache zum Selbermachen. Aber wer schon mal überlegt, was den Lieben zu Weihnachten oder anderen Anlässen zu kälteren Jahreszeiten geschenkt werden könnte, ist mit selbstgemachten Pralinen vorn dabei. Andere Ideen wären zB ein selbstgemachtes Deo (wobei das könnte falsch aufgefasst werden) oder selbstgebasteltes Sexspielzeug (eignet sich jetzt vielleicht nicht so gut für Mama und Papa). Dann lieber doch Pralinen :)


vegane Pralinen selbst machen - DIY © Katja Grach

Was schenk ich bloß zur kalten Jahreszeit?

Will sich eine/r mal wirklich hervortun und ein bisschen in "Chocolat"- Manier schwelgen, empfehle ich: 

  1. Den Film gucken!
  2. Folgende Zutaten einkaufen, wenn nicht ohnehin zu Hause vorhanden...

Zutaten für Schoko-Maroni -Pralinen

  • 100g Maroni (gekocht) - gibt's als Packung in dieser Größe immer um die Weihnachtszeit
  • 50g Zartbitterkuvertüre - Packung mit 200g
  • 1 EL Rohrzucker
  • Kakao zum Wälzen - die Pralinen, nicht euch! ;-) 
  • Zartbitterkuvertüre zum Tunken (100g oder mehr - ich hab's vergessen)

Zutaten für Gewürzpralinen

  • 1 - 2 Orangen - später brauchen wir ca. 150 ml Saft davon
  • 1 Birne
  • 2 Teebeutel Chai Gewürzteemischung
  • 210g Zartbitterkuvertüre - plus wieder welche zum Tunken (haufenweise!)

Ach ja und Trommelwirbel: Diese Pralinen sind VEGAN.

Das braucht ihr noch:

Vorweg: Ihr braucht keine besondere Begabung fürs Backen oder Kochen. Ich kann euch beruhigen. Allerdings das richtige Werkzeug sollte euch zur Verfügung stehen:

  • Herd, um heißes Wasser fürs Wasserbad aufzukochen
  • ein runder Topf wie im Bild unten - zum Schnee Schlagen verwendet mensch sonst sowas (kannte ich nicht)
  • eine Teigspachtel wie im Bild macht sich auch super
  • eine Pralinengabel
  • Butter/Backpapier
  • ein Pürierstab

Und vielleicht sollte ich auch noch erwähnen: Ich hab mein großartiges Wissen - das mittlerweile schon mehrfach weitergegeben wurde  von der fabelhaften Daniela Ponritz von Tilia's Pures Leben. Einige Zeit lang hat sie ein kleines Rohkost-Restaurant geführt und noch immer macht sie fabelhafte Patisserie. Zwischendurch bietet sie auch mmer wieder mal Kurse und Workshops an. Und so hab ich vor Jahren - schwanger und schokohungrig - bei ihr gelernt veganen Pralinen zu machen. Seither habe ich praktisch nie wieder Weihnachtskekse gebacken. Mehr Rezepte zu Rohkost und Schokolade von ihr, findet ihr hier.

Wie geht das jetzt mit den Pralinen?

vegane Pralinen - Schoko-Maroni-Pralinen © Katja Grach

Kuvertüre schmelzen: Die Basics

Also das wichtigste ist mal: Rühren, rühren, rühren, rühren bis die Kuvertüre geschmolzen ist. Doch halt! Wie schmelz ich die? Kuvertüre ist ja eine hochwertige Schokoüberzugsmasse. Also bitte eine solche verwenden und nicht einfach den alten Osterhasen schmelzen. Für's Schmelzen einfach einen Topf Wasser aufstellen und aufkochen. Vom Herd nehmen und den (zweiten) "runden" Topf zum Rühren draufstellen und die Schokostücke der Kuvertüre rühren (sowas nennt sich Wasserbad). Wichtig ist, dass der Topf NICHT ZU HEISS wird (Kuvertüre max. bei 45° schmelzen - helle Kuvertüre braucht weniger Temperatur). 

Wird der Topf zu heiß, wird die Schokolade sofort patzig und schaut nicht so schön cremig wie im Bild aus. Dann könnt ihr sie gleich mal vergessen. Mit der ist dann nix mehr zu machen. Im Zweifelsfall also Topf halten und rühren, oder immer wieder mal Wasser kurz aufkochen lassen. Es könnte auch passieren, dass ihr beim ersten Mal einen Muskelkater bekommt vor lauter rühren...aber ihr fühlt euch, als wärt ihr Teil von "Chocolat" - und dieser Geruch.... mmmmmh.

Pralinen formen: Die Basics

Ich bin keine Expertin für "Formschönheit". Aber zwei Dinge sind wichtig:


=> Kalte Hände
=> Trockene Hände


Sonst bleibt euch alles auf den Fingern kleben.

vegane Pralinen - Schoko-Maroni-Pralinen © Katja Grach

Pralinen in Kuvertüre tunken: Die Basics

Ich weiß nicht genau, wie viel Kuvertüre du brauchst, aber es kommt auch immer darauf an, wie viele Pralinen eingetunkt werden sollen. Wichtig ist, nicht die warme Kuvertüre zu verwenden. Also zumindest nicht die heiße. Als kleinen Test einfach eine Fingerspitze eintauchen. Wenn die Temperatur nicht wärmer als der Finger ist, dann sollte es gehen. Ist die Kuvertüre kälter...dann ist eh schon alles zu spät ;-)
Auf jeden Fall: Zügig arbeiten! Oder immer wiedermal aufs Wasserbad draufstellen und ganz leicht erwärmen. Sonst wird es wieder ein dunkler Patzen und ist nicht mehr brauchbar.


Eine Pralinengabel eignet sich jedenfalls gut für diese Zwecke. Gibt's oft im Set für unterschiedliche Pralinenformen.

Pralinengabel - Schoko-Maroni-Pralinen © Katja Grach

Superschnell fertig: Die Schoko-Maroni-Pralinen

Für die Maroni Variante braucht es nur wenige Arbeitsschritte. In einer Stunde oder so solltet ihr fertig sein. Was ist zu tun?

  1. Die gekochten Maroni mit dem Rohrzucker und evtl. ein ganz kleines bisschen Wasser pürieren. (Das Wasser ist wirklich nur, falls nur die Brösel durch die Luft fliegen.)
  2. Die 50 g Kuvertüre schmelzen. 
  3. Ist die Kuvertüre fertig: Beides zusammen mischen und anschließend mundgerechte Stücke formen. (Insiderwissen: Diese Mischung nennt mensch "Ganache" [Ganasch])
  4. Kühl stellen.
  5. Kuvertüre zum Tunken schmelzen.
  6. Pralinen mit Hilfe der Pralinengabel eintunken.
  7. Die Pralinen in Kakao wälzen
  8. Auf dem Butter/Backpapier an einem kühlen Ort (Balkon?) trocknen lassen

That's it!

 

Diese Pralinen mach ich echt am liebsten, weil sie so einfach und flott gehen. Letztes Jahr war das ein Freundinnen-Event. Zu dritt haben wir dann gleichzeitig Kuvertüre gerührt, Pralinen gerollt und in Kakao gewälzt. Hat viel Spaß gemacht.

© Katja Grach - Schoko-Maroni-Pralinen - vegane Pralinen
So viele Pralinen laut Mengenangaben im Rezept für die Schoko-Maroni-Pralinen.

Gewürzpralinen: mmmmmh in 2 Tagen

Natürlich dauert es keine zwei vollen Tage, die Gewürpralinen zu machen. Aber die Ganache hierfür muss einfach 12 - 18 Stunden getrocknen werden (im Kühlschrank). 

Die Masse kann ja aber schon mit den Schoko-Maroni gemeinsam zubereitet werden. Und die ist seeeehr lecker:

 

Erster Streich - die Ganache

  1. Die Orangen auspressen und die Birne in kleine Würfelschneiden
  2. Die Birnenstücke im Orangensaft weichkochen
  3. Teebeutel Chai mind. 5 Minuten darin ziehen lassen
  4. Teebeutel entfernen und das alles pürieren
  5. Dann wieder die Kuvertüre schmelzen und mit 150 ml der Birnen/Orangen/Chai-Masse verrühren.
  6. In einen verschließbaren Becher fühlen und einfach über Nacht trocknen lassen.
Ganache für Gewürzpralinen - © Katja Grach

Zweiter Streich - die Pralinen fertig stellen


Wieder geht's ums Pralinen formen - wieder der Hinweis: kalte trockene Hände! Dann die Stückchen wieder ein bisschen kühlen lassen.


Etwas später die Kuvertüre für's Tunken aufwärmen und mit der Pralinengabel loswerkeln. Auf dem Butter/Backpapier trocknen lassen. Wenn die Temperatur stimmt, trocknet die Schokohülle auch recht schnell.


Wer mag kann dann noch allerlei oben draufmachen. Im Workshop waren es damals karamellisierte Orangenzesten. Da ist mir allerdings die Worterklärung schon zu kompliziert - die schmecken auch so gut :-) Und die Kakaomischung geht natürlich auch, das kann auch optisch einiges wieder gut machen.

Gewürzpralinen © Katja Grach

Auf dem Bild seht ihr vorne eine Praline, wo die Temperatur fürs Tunken noch gepasst hat, und eine, wo sie schon fester wurde... Auf jeden Fall braucht ihr viel Kuvertüre zum Tunken für diese Sorte. Ich hatte zu wenig, hab 50 g zu heiß werden lassen... und muss jetzt die nächsten Tage noch mal ran. Die Ganache hält schon ein bisschen im Kühlschrank.

 

Aber klar: Solange wie Kekse halten die Pralinen nicht! Also bitte beim Verschenken beachten: Eher kurz vorm Verschenkedatum machen als 3 Wochen vorher. (Bis dahin sind sie ohnehin weggegessen...)

Viel Spaß und frohes Naschen!



Wenn du mehr über Krachbumm erfahren möchtest,  dann melde dich für den Newsletter an. Du kannst mir außerdem auf Facebook folgen.

Newsletter und ein bisschen Zusatz-Krachbumm

Das interessiert mich besonders:

Noch mehr selber machen...

© Iris Forstenlechner - Bestes Deo
© Katja Grach - Muffins